Dienstag, 23. Februar 2010

Aasgeier kreisen über Erwerbslose

Wenn Aasgeier über erwerbslose Menschen kreisen

Da plagt man sich über viele Jahre und Jahrzehnte in einer Firma ab, gibt sein bestes,- und auf einmal heisst es: "Sie werden hier nicht mehr gebraucht. Sie können gehen. Wir müssen Entlassungen vornehmen." Während Sie sich für die Firma mit harter ehrlicher Arbeit aufopferten, wurde in den Chefetagen durch falsches Missmanagement dafür gesorgt, dass der Betrieb ruiniert ist.

Die Verantwortlichen haben natürlich noch rasch ins Ausland geschafft was an Vermögen vorhanden war, haben noch rasch zu Geld gemacht was nicht niet und nagelfest war, haben sich saftige Einkommen (Managergehälter und Abfindungen) zugeschustert, haben dafür gesorgt, das sie selber nach dem Zusammenbruch der Firma weiterhin auf guten Fuss leben können.

Aber was wurde aus Ihnen, der Sie immer hart und ehrlich gearbeitet haben? Sie, die an einen christlichen und sozialen Rechtsstaat geglaubt haben? Sie, der sie Jahre und Jahrzehnte in die Sozialversicherungen eingezahlt haben?
Sie mussten wie ein Bittsteller vor dem Arbeitsamt erscheinen, mussten sich durch einen Wulst von Anträgen kämpfen, ohne das Ihnen grossartig dabei geholfen wurde.

Statt Sie moralisch zu unterstützen, Sie aufzubauen, zu ermuntern ( Welche Fähigkeiten haben Sie? Wo und unter welchen Voraussetzungen können Sie sich eine andere Arbeit vorstellen? Wir haben hier verschiedene Umschulungsangebote etc.); werden Sie gleich einmal harsch angegangen, das Sie sich selber um einen anderen Arbeitsplatz bemühen müssen, und dem Amt Nachweise zu erbringen haben, das Ihre Bemühungen vergebens sind. Der Staat (die korrupten Volksparteien) schafft die Rahmenbedingungen, das immer weniger Arbeit vorhanden ist, und zieht sich obendrein aus der Verantwortung.
Sie werden sofort mit Sperrfristen bedroht, falls Sie nicht so funktionieren, wie sich eingeschüchterte und oft dumme Arbeitsamts- und Jobkommitarbeiter das vorstellen.

Während Sie, ehrlich und zuverlässig wie Sie sind, alle Unterlagen rasch besorgen, geht das Theater oft weiter. Die Leistungen bleiben vielfach 6 bis 12 Wochen aus, weil man angeblich unterbesetzt sei, Fehler im Komputerprogramm aufgetreten seien, oder urplötzlich die von Ihnen eingereichten Unterlagen nicht mehr da sind.

Während Sie am verzweifeln sind, weil Ihre Lebenshaltungskosten weiterlaufen (Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, Nahrung etc.), lachen sich still und heimlich Arbeitsamtsdirektoren und Politiker eins in die Tasche.

Der ein oder andere von Ihnen landet dann zwangsläufig auf der Strasse oder im Obdachlosenasyl. Ehen zerbrechen, weil sie dieser unmenschlichen Belastung nicht standhalten. Kinder wachsen in bitterer Armut und Perspektivlosigkeit auf.


Ein christlich soziales System würde erwerbslose Menschen nicht unmenschlich verwalten, sondern menschlich betreuen.

Für eines der reichsten Länder dieser Welt wäre es kein Beinbruch den fleissigen arbeitswilligen Menschen schnell und unbürokratisch ein Überbrückungsgeld zu gewähren, damit die Lebenshaltungskosten weiter bestritten werden können.

Danach dann die zügige und gewissenhafte Bearbeitung der Leistungsakte.

Als nächstes eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern (Beamten) und den Erwerbslosen. Sinnvoll wäre in der heutigen Komputerzeit, das nicht nur seriöse Unternehmer im Internet ihre Stellenangebote darlegen, sondern das auch den Erwerbslosen die Möglichkeit gegeben werden muss (Gleichbehandlungsgrundsatz) sich im Internet anzubieten. (Stellenbörse) Lebenslauf und die Vorstellungen die man hat sollten (wegen der Ernsthaftigkeit) ersichtlich sein. Idiotische und willkürlich festgelegte Zwangsbewerbungen (Schikaneverbot) würden dann wegfallen.

Diese sogenannten Bewerbungstrainings bringen rein gar nichts, wenn arbeitswillige Menschen über Wochen und Monate hinweg vor Komputer gesetzt werden, und dort von Freiburg bis Flensburg den Arbeitsmarkt abgrasen sollen. Zum einen könnte man diese Trainingseinheiten wesentlich kürzer gestalten, zum anderen sollte man diese Zeit nutzen um die erwerbslosen Menschen psychisch zu stabilisieren. Perspektiven müssen her, statt Perspektivlosigkeit!

Wenn man arbeitswillige Menschen zum Winterdienst heranziehen will, zum Naturschutz, zur Krankenpflege, zu anderen Hilfsarbeiten,- dann darf man diese fleissigen und ehrlichen Menschen nicht mit Sklavenjobs betrügen und ausbeuten. Egal welches Arbeitsangebot man bekommt, und egal wie lange dieses Beschäftigungsverhältnis dauert, es müssen überall tarifliche Strukturen her. Es kann nicht sein, das Arbeitssuchende in 20km Entfernung einen 1-Euro-Job übernehmen müssen, die Fahrtkosten in Vorleistung erbringen müssen, und diesen Kosten, sowie dem "lumpigen Zusatzverdienst" über Wochen und Monate hinweg hinterher rennen.

Eine ausreichende Belebung des Arbeitsmarktes wird solange nicht stattfinden, solange die Massenkaufkraft zerstört wird. Haben die Menschen kein Geld, dann bleibt die Nachfrage auf Waren/Angebote aus. Unternehmen bleiben dann auf ihren Produkten sitzen, weitere Firmen gehen kaputt.

Sperrfristen, 1-Euro-Jobs, untertariflich bezahlte Arbeit sind genau so Gift für eine soziale Marktwirtschaft, wie Abfindungen für skrupellose Manager in Millionenhöhe.

Kleines Rechenbeispiel: Mit 24 Millionen Euro kann man 1000 Menschen ein Jahr lang 2000 Euro Brutto-Gehalt auszahlen. 24 Millionen sind sehr gering, wenn man bedenkt, das die Staatsverschuldung 1,8 Billionen Euro beträgt. Wer Schulden macht, der gibt die Gelder aus. Und wo sind diese Gelder? Vermutlich bei den Börsianern, Politikern, Bänkern, Grossunternehmern.
Übrigens, mit 240 Mrd Euro (0,240 Billionen Euro) könnte man 10 Millionen Menschen ein Jahr lang 2000 Euro Brutto zahlen. Das gäbe enorme Steuereinnahmen und die Wirtschaft würde florieren wie zu alten Zeiten. Die Arbeitslosigkeit wäre dann gegen null.
http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm

RS-Menschenrechtler; 23.02.2010
Kontakt hierlachtdiekoralle@web.de

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